Den Haushalt frei von Coronaviren halten

Von: Frank Schroeder • Zuletzt aktualisiert: Mai 2022

Einhell Nass- und TrockensaugerGerade wenn sich mehrere Personen in einem Haushalt aufhalten, ist eine entsprechende Sauberkeit unabdingbar. Mit den richtigen Hygienemaßnahmen ist es jedoch sehr gut möglich, auch zu Zeiten des Coronavirus die Zahl der Keime und Viren einzudämmen. Gerade in Bezug auf die indirekte Infektion sollte man hier einige Regeln einhalten, um sich im eigenen Zuhause bestmöglich zu schützen. Maßnahmen gibt es viele. Deswegen fassen wir nachfolgend für Sie zusammen, worauf Sie am besten achten sollten und geben Tipps, wie Sie neben einem regelmäßigen Händewaschen dazu beitragen können, die Gefahr so gut es geht zu verringern.

Wie wird das Coronavirus übertragen?

Den Haushalt frei von Coronaviren haltenKlären wir zunächst einmal, wie sich das Coronavirus eigentlich überträgt. Denn sofern man die Ursachen kennt, weiß man auch eher, worauf bei der regelmäßigen Haushaltshygiene zu achten ist. Mit dazu zählt:

  • Tröpfcheninfektion: Sie ist die primäre Form der Übertragung. Die Viren gelangen meist mittels husten oder niesen in die Luft und somit auch in die Nähe von anderen Menschen. Die Erreger werden meist eingeatmet, wodurch es schließlich zur Infektion kommt.
  • Indirekte Infektion: Türgriffe, Smartphones, Stuhllehnen – Sie alle werden von uns berührt. An den Händen wiederum können sich unter Umständen die entsprechenden Viren befinden, die wir auf der Oberfläche hinterlassen. Fasst ein anderer Mensch den kontaminierten Bereich an, besteht die Gefahr, sich zu infizieren.
  • Kontaktinfektion: Eine solche Infektion entsteht meist aus einem zu direkten Kontakt mit einer anderen Person. Mit dazu gehört auch der Kuss, der Erreger gelangt entweder über die Augen, den Rachen, oder aber die Mundschleimhaut in den Körper und verursacht somit eine Infektion.

Was den Haushalt angeht, steht hier vor allem die indirekte Infektion im Fokus. Zwar ist es noch nicht wissenschaftlich belegt, dass Coronaviren auf Oberflächen lange überleben, doch die Möglichkeit besteht trotzdem.

Stichwort Staubsaugerfilter – Wie kann er helfen?

Seit einigen Jahren statten viele Hersteller ihre Staubsaugermodelle mit einem sogenannten HEPA-Filter aus. Für gewöhnlich sind diese dazu konzipiert, Asthmatikern oder Allergikern dabei zu helfen, die Wohnungsluft von Allergenen und anderen Partikeln zu befreien. Je nach Filterklasse ist ein HEPA-Filter dazu in der Lage, Teilchen aufzufangen, die kleiner als ein Mikrometer groß sind. Dazu gehören Bakterien, Keime und auch Viren.

Achtung: Da jeder Staubsauger jedoch ein Teil der eingesogenen Luft wieder ausstößt, ist die sogenannte Filterklasse ebenfalls entscheidend, wenn es darum geht, sich bestmöglich zu schützen. Die geläufigen Filterklassen, die auf dem Markt für Staubsauger erhältlich sind, sind H12 bis H14, wobei in den meisten Staubsaugern standardmäßig ein Klasse H13-HEPA-Filter enthalten ist. Es heißt: Je höher die Klasse, desto besser. Denn desto weniger Luft wird am Ende wieder ausgestoßen.

Tipps zum fachgerechten Putzen

Neben dem Staubsaugen ist auch die Bodenpflege essenziell. Gerade wenn es um den Schutz vor Corona geht, sollten auch hier verschiedene Regeln eingehalten werden:

  • Zwar gibt es antibakterielle Putzmittel auf dem Markt, gewöhnliche Haushaltsreiniger erfüllen diese Aufgabe jedoch ebenso. Die schlichte Behandlung mit Desinfektionsmitteln reicht hingegen nicht aus.
  • Für jeden Raum in der Wohnung gibt es einen anderen Putzlappen. Im Badezimmer wird außerdem ein separates Tuch zur Reinigung der Toilette verwendet.
  • Sämtliche Putzlappen sollten nach der Verwendung möglichst schnell getrocknet werden, um den darin enthaltenen Bakterien keinen Nährboden zu bieten.
  • Ein regelmäßiger Wechsel der Putzlappen ist erforderlich. Die schmutzigen Tücher lassen sich bei 60 Grad Celsius in der Waschmaschine optimal reinigen.

Übrigens: Es bietet sich an, die Schuhe grundsätzlich vor dem Betreten der Wohnung auszuziehen. Auf diese Weise gelangen gewisse Partikel gar nicht erst in die eigenen vier Wände.

Tipps für eine fachgerechte Wäsche

Behüllte Viren reagieren nicht nur auf die Verwendung von Seife. Sie sind auch empfindlich in Bezug auf Temperaturen. Daher ist es empfehlenswert, sich auch bei der Wäsche an gewisse Regeln zu halten. Die meisten Mikroorganismen lassen sich in der Waschmaschine bei einer Temperatur von 60 Grad Celsius vernichten. Dazu kann das entsprechende Waschmittel hilfreich sein, um eine mögliche Gefahr zu neutralisieren:

  • Oberbekleidung kann auch bei niedrigeren Temperaturen gewaschen werden.
  • Unterwäsche, Putzlappen und Bettwäsche, sowie sämtliche Kleidung, die unmittelbar mit der Haut in Berührung kommt, sollte bei 60 Grad Celsius gewaschen werden.
  • Es werden keine zusätzlichen Hygienespüler, oder aber Desinfektionsmittel benötigt.
  • Einmal in der Woche bietet es sich an, ein Waschprogramm mit höheren Temperaturen zu durchlaufen. Dies zerstört auch den in der Waschmaschine entstehenden Biofilm, in dem sich unter Umständen Viren und Bakterien ansiedeln können. 60 Grad Celsius reichen auch hier aus, besser sind jedoch 90 Grad Celsius.

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Die Wohnung zu lüften ist essenziell

Neben einer gründlichen Reinigung von Oberflächen und der Wäsche ist es ebenso wichtig, dass verbrauchte Luft möglichst rasch abziehen kann. Daher sollte ein regelmäßiges Lüftungsverhalten ebenfalls dazu beitragen, dass die Wohnung weitgehend virenfrei bleibt.

  • Besonders während der Heizperiode ist es unabdingbar, regelmäßig zu lüften. In der Regel genügt hier jedoch das sogenannte Stoßlüften, welches man mehrmals am Tag vornimmt.
  • Neben dem Abtransport der verbrauchten Luft wird mittels Lüften auch das Risiko zur Schimmelbildung reduziert.

Generell trägt frische Luft auch immer dazu bei, das Immunsystem zu stärken, was im Kampf gegen Corona ohnehin eine sehr wichtige Voraussetzung sein kann, um einer Infektion zu entgehen.

Spezielle Geräte für die Haushaltsarbeiten

Gerade bei der Haushaltsarbeit werden immer wieder bestimmte Geräte genannt, die dabei helfen können, Infektionsherde zu dezimieren. Geräte, die auch ohne chemische Desinfektionsmittel dazu in der Lage sind, behüllte Viren zu eliminieren.

  • Ein Gerät, welches hier immer wieder erwähnt wird, ist der Dampfreiniger. Er reinigt punktuell Flächen und löst mittels Dampf und hohen Temperaturen eventuelle Beläge, die auf der Oberfläche haften. Gleichzeitig werden sämtliche Erreger abgetötet.
  • Der erwähnte HEPA-Filter im Staubsauger kann ebenfalls dazu beitragen. Gerade wenn es um die Beseitigung von Coronaviren geht, ist ein Staubsauger, der nach wie vor auf die Verwendung eines Staubsaugerbeutels zurückgreift, immer von Vorteil.

Fazit

Mit der richtigen Hygiene, sowie den dazu passenden Geräten ist es sehr gut möglich, den Haushalt frei von Coronaviren zu halten. Sofern man sich an bestimmte Regeln und Vorgehensweisen hält, ist das Risiko, dass es hier zu einer Übertragung kommt, relativ gering.

Hier noch einmal die Vor- und Nachteile im Überblick:

  • Das Risiko einer Infektion ist unter Einhaltung der Regeln sehr gering.
  • Die meisten Maßnahmen sind leicht vorzunehmen.
  • Es sind für gewöhnlich keine speziellen Reiniger erforderlich.
  • Hilfreiche Geräte sind oftmals sehr kostspielig.
  • Ein sehr geringes Restrisiko ist immer gegeben.