Reinigung von Staubsaugern – warum auch das Reinigungsgerät Pflege braucht

Von: Frank Schroeder • Zuletzt aktualisiert: Mai 2022

Clatronic Akku Nass- und TrockensaugerDer Bodenstaubsauger ist in den meisten Haushalten vorzufinden und ein begehrter Begleiter, wenn es um die Bodenreinigung geht – denn er erleichtert die Arbeit immens. Doch so gut der Staubsauger Krümel, Staub und andere Verschmutzungen auch einfängt – das Gerät selbst kann nur leistungsstark arbeiten, wenn es selbst auch ab und zu gereinigt und gewartet wird. Tut man dies nicht, kann die Leistung des Bodenstaubsaugers abnehmen, dieser keine groben Verschmutzungen mehr aufnehmen oder erweist sich gar als schwergängig, was die Haushaltsarbeit nur unnötig erschweren würde. Wie man daher den Staubsauger richtig reinigt, möchten wir nachfolgend erläutern.

Warum der Staubsauger nicht vernachlässigt werden sollte

Reinigung von Staubsaugern – warum auch das Reinigungsgerät Pflege brauchtKlar, mit einem Staubsauger möchte man sich nur ungern lange beschäftigen – meist wird er nur zum Reinigen eingesetzt, und dann wieder in der Abstellkammer vergessen. Und das zurecht, schließlich möchte man in seiner Freizeit angenehmere Dinge tun und die Minuten sinnvoller verbringen, als sich dem Staubsauger zu widmen. Doch bedenkt man, dass es sich hierbei für viele Menschen um eine eher größere und kostspieligere Anschaffung handelt, ist der Willen, das Gerät langlebiger zu halten, schon eher da.

Nicht nur wegen der eigenen Investition ist es wichtig, den Staubsauger zu warten und zu reinigen, sondern auch wegen seiner Reinigungsleistung: Ist er beispielsweise verstopft, wurde dessen Beutel zu lange nicht gewechselt oder hat er ein anderes Problem, ist seine Saugleistung meistens zu schwach, um jeden Schmutz zu entfernen. So kann er beispielsweise hartnäckige Tierhaare nicht mehr aus Teppichfasern herausziehen, was ärgerlich ist, da man hier manuell nacharbeiten muss.

Tipp: Wer also keinen unbrauchbaren Staubsauger erhalten will, sondern diesen möglichst lange leistungsstark bewahren, um neue Kosten zu vermeiden, sollte man sich bei dessen Instandhaltung etwas mehr Mühe geben.

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Wie der Staubsauger vollständig gereinigt wird

Je länger die letzte Reinigung und Instandhaltung des Staubsaugers her ist, desto umfangreicher und mühevoller fällt meist auch die aktuelle Reinigung des Gerätes aus. Denn sammeln sich viele Haare, Kleinteile oder Beschädigungen an, summiert sich der Reparatur- und Reinigungsaufwand zu einem Zeitfresser, den man normalerweise lieber vermeidet. Daher gilt: Bemerkt man kleine Beschädigungen oder sieht man, dass sich Haare an der Düse gesammelt haben, sollte man diese möglichst gleich beseitigen. So macht man sich die Reinigung allgemein deutlich einfacher und kann Zeit sparen. Doch wie genau geht man hierbei vor?

Schritt Hinweise
Zubehörteile zunächst entfernen Am besten kommt man bei der Reinigung des Staubsaugers voran,  wenn man zuerst alle Zubehörteile entfernt. Das bedeutet – wenn möglich – kann das Saugrohr und dessen Fußdüse abgenommen werden, auch Teile wie Fugendüsen und Polsterdüsen kann man entfernen. Diese sind nämlich einfacher zu reinigen, wenn sie nicht mit dem Staubsauger zusammenhängen. Man kann mit dem bloßen Auge in die Rohre und Teile hineinschauen, um Verstopfungen und Verschmutzungen zu entdecken – und diese anschließend mit einer Flaschenbürste oder einem schmalen Pfeifenreiniger lösen. Ein anschließendes Durchspülen (nicht bei Düsen mit eigenem Motor für selbst angetriebene Reinigungsbürsten!) funktioniert gut, wenn man die Verschmutzungen abwaschen möchte – dann kann das Zubehör in der Sonne trocknen oder auch mit einem Haartrockner getrocknet werden, wenn man eventuell vorhandene Bakterien abtöten will.
die eigentliche Staubsauger-Reinigung Nun ist auch das Saugrohr abzunehmen und auf Verstopfungen zu prüfen. Doch Vorsicht: Meist enthält es noch Krümel und Schmutz, weshalb dies entweder im Freien oder über einer leicht abwaschbaren Fläche geschehen sollte – sonst muss anschließend noch eine zusätzliche Bodenreinigung erfolgen. Hat man Das Staubsaugerrohr auf dieselbe Weise gereinigt, kann der Staubsauger selbst geputzt werden. Doch zuerst ist der Staubfangbehälter oder das Beutelfach zu bearbeiten, sonst hat man am Ende wieder mit Schmutz zu kämpfen. Der Behälter kann ganz leicht in den Müll entleert und anschließend abgespült werden, nach dem Trocknen wird er dann wieder in den Staubsauger eingesetzt. Hat man ein Beutelfach, sollte natürlich zuerst der Beutel entnommen und entsorgt, dann das Fach gründlich gereinigt werden – denn hier entstehen wegen Essensresten oft auch unschöne Gerüche.

Tipp: Wer möchte, kann das Fach aus Hygienegründen sogar desinfizieren, bevor ein neuer Staubsaugerbeutel eingesetzt wird.

Reinigung des Filters Wurde in den Staubsauger ein Filter – beispielsweise ein HEPA-Filter – integriert, kann man diesen oftmals ebenfalls austauschen. Da die meisten Modelle gewaschen werden können, sollte auch Ihr Filter entnommen und per Hand sachte gespült werden, bevor es an das gründliche Trocknen geht. Ist auch dieses Teil wieder eingesetzt, kann das Staubsaugen selbst schon wieder hygienischer erfolgen. Nun lässt sich die Oberfläche des Staubsaugers mit feuchten Hygienetüchern abwischen, dann erstrahlt das Haushaltsgerät wieder in neuem Glanz.

Vor- und Nachteile einer gründlichen Staubsauger-Reinigung

  • erhält und verlängert die Lebensspanne des Staubsaugers
  • sorgt für weniger schlechte Gerüche beim Durchsaugen
  • sorgt für eine bessere Hygiene
  • erhält die Saugleistung des Gerätes
  • sorgt für eine gleichbleibend einfache Handhabung
  • nimmt je nach Aufwand viel Zeit und Mühe in Anspruch
  • sollte regelmäßig und gründlich durchgeführt werden
  • kann ziemlich viel Kraft kosten, beispielsweise wenn Haare stark verwickelt sind

Was noch zu beachten ist

Meist verwickeln sich lange Haare in den Saugerbürsten und Düsen, aber auch in dessen Rädern. Hier gilt es, diese möglichst häufig zu entfernen, da sie die Leistung und Handhabung des Gerätes beeinträchtigen könnten. An den Bürsten lassen sich Haare am besten entfernen, wenn man die Bürsten entnimmt und die Haare mit einer Schere durchschneidet – dann lassen sie sich leicht abziehen. Sind diese in die Rollen des Staubsaugers geraten, muss man sie vorsichtig mit den Fingern abziehen – so lange, bis die Rollen frei sind und der Staubsauger sich ohne Probleme bewegen kann.

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Neben diesem Haar-Problem ist bei Staubsaugern allerdings noch das Netzkabel zu beachten. Bei vielen Modellen muss dieses aufgewickelt werden, sodass es oft hin und her bewegt wird. Dabei kann sich der Kabelanfang mit der Zeit lösen, wenn man zu stark an diesem zieht oder es anderweitig stark belastet wird. Daher ist hin und wieder zu prüfen, ob das Netzkabel gerade an dieser Stelle noch intakt ist.